"Endlich ging der Anker auf, die Segel waren gesetzt, und wir kamen in Fahrt."

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So möchte ich sein    Furchtloser, kennste Mehr?    wo - sind die Griffe im Wasser?
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So möchte ich sein nur einen Tag ...


Ich habe oft schon längs den Strand geschaut,
die Burgen in den Sand gestaut
und wollte weiche Zinnen gangbar tun.


Wie Sturm an manchen Tagen ist,
dass Rumpf den Kopf kaum trägt,
so wollte ich,
der eher morschem Holze traut,
das Wrack bis vor die Burg mir stelln.
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Und wenn die Palme wieder bricht
Vom Wind
Das Segel eingeholt,
dann fahr ich durch die Turmhochwelle,
an deren Kamm das Federkissen aufgeschlitzt
wie Schnee der Schaum sich streut,
und lächle.


So bin ich.


Kennt mich auch keiner so,
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sag ich doch immer noch,
so könnt ich sein.

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So möchte ich sein    Furchtloser, kennste Mehr?    wo - sind die Griffe im Wasser?
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Furchtloser, kennste Mehr?



Drüben Kleinbuchtende.

Piniengruppe gen Himmelgrau -

Dahinter die Wasserfaust an Land

geschüttelt
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Der Ostsee Welle kurz
Sich Stevenhacker nennt.
Von Männer an den Küsten,
viele blieben draußen,

sagt ein Fischer.
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Die Kreuzsee türmt sich auf


Und eh der Rudergänger sich versieht,
ist er aus seiner Pflicht genommen,
der Pflicht entrissen,

mit dem Labskausteller in der Faust
in Gurgelflut versunken -



eben noch gedacht,
er könne steuern mit der einen Hand
das starke Schiff
das er sich erbauen ließ,

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Erbauung finden in den Norge-Fjorden,
Ernästus Rasmus,
Segelmachermeister,
Bagenkoop.


Fahr erst mal vierkant
Auf die Küste,
Sturm,
dann auch noch lebend
durch die Brandung:
da muß der Gott
schon hilf -
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So möchte ich sein    Furchtloser, kennste Mehr?    wo - sind die Griffe im Wasser?
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wo -
sind die Griffe im Wasser?
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Gewaschener Felsen
wie Messer an Messer.
Schmeiß mich,
Woge,
über den Kamm
an das erstarrte Land,
dass mir die Hüfte schrammt
und ich entlassen bin
in deine Härte, Land.
Soll ich den Pflug
in den Felsen schlagen?
mir Nägel wunden
für die verdorbenen
Früchte im Spätherbst?
Gesang wird zu Krächzen-
die Gischt
und das Tosen den Zähnen
Schaum
am Schmelz -
und bittert den Mund in der Sonne.
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Der Barsch
auch vom Wasser getragen -
zittert
nicht lange im Licht.
Stummt schnell.
Sitzplatz und Gastmahl
der Fliege.
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Die Gedichte sind von unserem Bordchronisten und -Flötisten, dem großartigen Maler, Dichter und Bildhauer
Gerrit Bekker

http://www.gerritbekker.de

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So möchte ich sein    Furchtloser, kennste Mehr?    wo - sind die Griffe im Wasser?
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